ENERGIEWÄLDER - Perspektive Energiewald

Perspektive Energiewald - Holzenergie

 

Definition Kurzumtriebsplantage (KUP)

Kurzumtriebsplantagen (KUP), Energiewald oder Feldholz bezeichnen alle dasselbe: den landwirtschaftlichen Anbau von Bäumen auf Ackerflächen zur Erzeugung von Holzhackschnitzeln für die energetische Verwendung.

Dabei ist die Wuchsleistung schnellwachsender Baumarten wie Weiden und Pappeln deutlich höher als bei normalen Waldbäumen. Sie können schon nach 3-5 Jahren geerntet werden und erreichen in dieser Zeit Höhen von knapp 10 m. Nach der Ernte schlagen die Bäume wieder aus. Man kann also mehrmals ernten, ohne wieder neu pflanzen zu müssen. Auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder Dünger wird bei dieser sehr sanften Form der Landwirtschaft weitgehend verzichtet.

Im Vergleich der Bioenergieformen ist KUP aufgrund der extensiven Bewirtschaftung bei gleichzeitig hohen Erträgen eine optimale Form der Bioenergiebereitstellung – volkswirtschaftlich, ökologisch und für jedermann.

 

Die Nachfrage nach Energieholz - Perspektive Kurzumtriebsplantage

Ein kontinuierlicher Energiepreisanstieg, erste Gegenmaßnahmen zum Klimawandel sowie eine absehbare Verknappung fossiler Energien haben bereits im letzten Jahrzehnt zu einer Verdoppelung des Energieholzverbrauchs in Deutschland geführt. Neue Heiztechniken wie die Pelletsheizung, Hackschnitzelheizung und die Verstromung von Holz sind auf dem Vormarsch. Die Energieversorgung in Deutschland als Ganzes steht nicht erst seit dem Atomausstieg auf dem Prüfstand.

Erneuerbar, dezentral, heimisch, nachhaltig – so soll die Energieversorgung der Zukunft aussehen. Holz als Energieträger kann hier einen großen Beitrag im Energiemix der Zukunft leisten.

Aber der heimische Wald reicht nicht aus. Um seinen vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden (Erholung, Naturschutz, Schutzwald, Landschaft etc.), muss er nachhaltig bewirtschaftet und an den Klimawandel angepasst werden (Waldumbau).

Für das Jahr 2020 rechnet das Deutsche Biomasseforschungszentrum in einer von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie mit einer jährlichen Holzlücke von bis zu 40 Millionen m3(!) –  und empfiehlt den Anbau von über 1 Mio. ha KUP in Deutschland. Über die exakte Menge lässt sich streiten, aber KUP bietet viele Vorteile:

  • Der Wald wird in seiner Funktion entlastet
  • Ökologischer als konventionelle Landwirtschaft
  • Sehr ökonomische und nachhaltige Form der Bioenergie
  • Für den Landwirt: mit der Anlage von KUP wird man von steigenden Energiepreisen profitieren. Dies gilt nahezu unabhängig von der Flächengröße und egal ob Holz für den Eigenbedarf, das Nahwärmenetz vor Ort oder ein Holzheizwerk / Perlletswerk angebaut wird.

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