Genehmigung - Förderung - Greening

Genehmigung

Mit Novellierung des Bundeswaldgesetzes sind nach § 2 Abs. 2 Kurzumtriebsplantagen kein Wald, solange die jeweilige Beerntung innerhalb von 20 Jahren erfolgt. Für fast alle Bundesländer (mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg) bedeutet dies, dass bei der Anlage einer KUP keine Genehmigung im Vorfeld einzuholen ist.

Die positive Wirkung der KUP ist allerdings kein Freifahrtschein für Großprojekte. Naturschutz- oder umweltschutzrechtliche Regelungen sind zu beachten. Grundsätzlich ist zu klären, ob die Fläche in einem Vogel-, Natur- oder Landschaftsschutzgebiet liegt, da in diesem Fall die Anlage einer KUP per Verordnung untersagt werden kann. Bei Unsicherheit halten wir es deshalb vor Anlage einer KUP für empfehlenswert, Kontakt zur regionalen Umweltbehörde aufzunehmen.

  • Baden Württemberg
    Antrag gem. LLG am Landratsamt / zuständigen Umweltschutzamt zu stellen; hier der Antrag als Download. Achtung: bei Kleinflächen unter 0,20 ha reicht eine Anzeige aus.

Unsere Erfahrungen mit Genehmigungsverfahren und Behörden zeigen, dass KUP gerne gesehen sind. Lediglich im Einzelfall ist eine ablehnende Haltung festzustellen, die häufig aus einer gewissen Unsicherheit über die Umweltschutzleistung einer KUP resultiert. Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen und Problemen beim Genehmigungsverfahren zur Seite.

Download Antrag.

Zahlungsanspruch / Mehrfachantrag

Auch in der neuen Förderperiode ab 2015 sind KUP-Flächen im Mehrfachantrag als eigene Kultur aufgeführt und förderfähig; Kodierung im Flächennachweis841 "Niederwald im Kurzumtrieb".

Investitionsförderung KUP

In einigen Bundesländern gibt es ab 2015 im Rahmen der GAK eine Anbauförderung für KUP. Der Investitionszuschuß beträgt 40 Prozent der förderfähigen Investitionssumme max. jedoch 1.200 EUR / ha. Die Bundesländer sind:

  • Baden-Württemberg
  • Thüringen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Brandenburg / Berlin
  • NRW ( hier abweichend nur 20 % Förderung)

Das Mindesinvestitionsvolumen beträgt 7.500 EUR. Dies entspricht - abhängig von Baumart & Pflanzdichte & Eigenleistung - einer Anbaufläche von 3 - 6 ha. Hier der Link zur Veröffentlichung der FNR:

http://energiepflanzen.fnr.de/energiepflanzen/mehrjaehrige-energiepflanzen/energieholz/kup-foerderung/

Gerne unterstützen wir Sie beim Antrag und erstellen Ihnen im Rahmen unseres Beratungsangebots einen Wirtschaftlichkeits- / Investitionsplan.

Ökologische Vorrangfläche / Greening Kurzumtriebsplantage

Energiewald wird aufgrund der ökologischen Vorzüglichkeit nunmehr als Ökologische Vorrangfläche anerkannt. Wer unsere Max-Pappeln oder Weiden anbaut und im ersten Jahr auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet, kann sich über die Anrechnung mit einem Faktor von lediglich 0,3 pro ha Anbaufläche freuen.

Liste der zugelassenen Baumarten als Download.

In diesem Zusammenhang möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir hoffen, dass es in Zukunft zu einer angemessene Erhöhung des Anrechnungsfaktors, sowie Erweiterung des Sortenspektrums, kommt. Die aktuellen Bedingungen sind unseres Erachtens eine Aushöhlung der guten fachlichen Praxis im KUP-Bereich und spiegeln die Ökosystem-Leistung von KUP in keinster Weise angemessen wider. (Hinweis: auf Flächen mit Zwischenfruchtanbau - ebenso Faktor 0,3 - kann im Sommer der Mais natürlich wieder mit Pflanzenschutzmitteln und Dünger behandelt werden.)

Zudem sind unbestritten sehr hochwertige Anbauformen wie Agroforstsysteme und Baumstreifen an Gewässern trotz Ankündigung - unseres Wissens nach - nicht berücksichtigt. Wir bleiben am Ball.

IHR DIREKTER KONTAKT

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