Zunächst denkt man beim Anblick einer Kurzumtriebsplantage (KUP) gerne an unsere Wälder. Und doch sind Energiewälder kein Wald, sondern eine landwirtschaftliche Dauerkultur. Bei der Bewertung ist die Umweltleistung einer KUP deshalb mit dem konventionellen Marktfruchtanbau in der Landwirtschaft (Mais, Weizen, Roggen etc.) zu vergleichen.
Auf den ersten Blick sprechen für den Feldholzanbau und KUP die sehr niedrigen Nährstoffentzüge und der auf das Anbaujahr beschränkte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Ein weiterer positiver Effekt: Unbebaute Feldränder aufgrund von Grenzabständen und Wendeflächen machen häufig 10 % einer KUP aus, in der Folge entstehen Feldrandeffekte und Biotopvernetzung. Diese teilweise erheblichen Vorteile von Kurzumtriebsplantagen sind durch Untersuchungen belegt. Insbesondere gilt das für:
„Im Vergleich zu Ackerkulturen wie Raps und Mais kann Feldholz eine deutliche Bereicherung von Natur und Landschaft darstellen. „
Florian Schöne, NABU
Die positive Umweltleistung von Energiewäldern (KUP) ist natürlich kein Freifahrtschein für Großprojekte. Dass bei der Anlage einer KUP auch naturschutz- oder umweltschutzrechtliche Regelungen zu beachten sind, ist selbstverständlich – schließlich geht es um Nachhaltigkeit.
Weiterführende Literatur:
NABU:
Energieholzproduktion in der Landwirtschaft
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Deutsche Bundesstiftung Umwelt:
Kurzumtriebsplantagen – Handlungsempfehlungen für eine naturverträgliche Produktion von Energieholz in der Landwirtschaft
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LWF aktuell:
Spinnen reagieren sensibel
Artenvielfalt von Energiewäldern und Ackerland im ökologischen Vergleich
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LTZ:
KUP und Miscanthus – Auswirkungen auf Wasser- und Bodenschutz (Dauerkultur)
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Unabhängig davon, ob erneuerbare Energie aus Wind, Sonne oder Biomasse gewonnen wird: Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Dennoch gibt es große Unterschiede!
Aus ökologischer wie volkswirtschaftlicher Sicht gibt es nach heutigem Stand keine günstigere oder effektivere Form der Bioenergienutzung als den Anbau von Kurzumtriebsplantagen (KUP). Messen kann man dies, wenn man die eingesparte Menge an CO2 in Tonnen pro Flächeneinheit und Jahr mit den uns hieraus entstehenden Kosten ins Verhältnis setzt.
Das Ergebnis (siehe Grafik unten) ist erstaunlich. Vergleicht man beispielsweise den Einsatz von Bioethanol in Kraftfahrzeugen mit einer Holzheizung, kann man mit dem Anbau von Feldholz 5 Mal mehr Energie – sprich Heizöl – einsparen, als durch die Umwandlung von Weizen in Ethanol (bspw. E10-Kraftstoff).
Und während sich der Ersatz von Öl-Heizkesseln durch Pellets- oder Hackschnitzelkessel sofort bezahlt macht, also Geld spart, zahlen wir als Bürger für den Bioethanoleinsatz über 400 EUR für eine Tonne CO2-Vermeidung. Ebenso eindeutig wie diese Ergebnisse sind die Ratschläge der Wissenschaft hierzu an die Politik.
Bioenergie im Vergleich

Quelle: Wissenschaftlicher Beirat Agrarpolitik
Die Gründe für den Vorteil von Energieholz liegen auf der Hand: Sehr hohe Hektar-Erträge und ein sehr geringer Energieeinsatz! Dazu gehören
Hinweis: 1 Hektar KUP ersetzt pro Jahr 4.000-6.000 Liter Heizöl und spart zwischen 10 Tonnen und 18 Tonnen CO2.